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Was ist Heilung und

Welches Menschenbild steht hinter der Behandlung ?
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Gesundheit - Krankheit - Heilung

Das Menschenbild, das hinter einer Behandlung steht, bestimmt massgeblich das Verständnis von Gesundheit, Krankheit und Heilung. Wenn ich davon ausgehe, dass der Mensch allein aus dem heraus verständlich ist, was ich mit den Sinnen wahrnehme und mit dem gewöhnlichen Verstand erklären kann, dann muss ich die Methoden, die sich diesem Zugang entziehen in ihrer Berechtigung anzweifeln. Wenn ich mir helfe durch die Behauptung: "Wer heilt, hat recht!", muss ich mich fragen lassen: Was ist Heilung ? Um solche Fragen angemessen beantworten zu können, ist ein Verständnis gefragt, welches in der Lage ist, über das sinnlich wahrnehmbare hinaus auch das Wesen des Lebendigen, des Seelischen und des einmaligen individuellen Menschen zu erfassen und der Diagnose und Therapie zugrunde zu legen.

Meine Quellen:

Meine Quellen, aus denen ich angesichts dieser Forderung schöpfe sind neben meinem Studium der Naturwissenschaft, der Physik, durch welches ich die Gesetze der unbelebten Natur kennengelernt habe, der bewusste Umgang mit der eigenen Biographie, die initiatische Wegbegleitung durch die von Karlfried Graf Dürckheim in Todtmoos-Rütte gegründete Schule für Initiatische Therapie und seinen Mitarbeiter Andreas Pfäfflin, sowie der von Rudolf Steiner begründete Weg der menschlichen Selbsterkenntnis mit dem sich hieraus ergebenden Menschenbild der Anthroposophie.








Menschheitsrepräsentant

 Was ist Heilung ?

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Durch Krankheit und Tod erlebt der Mensch schmerzlich die Grenzen, die seinem Streben vom Schicksal gesetzt sind.
Dass der Mensch krank wird ist aber auch eine Folge der ihm als Mensch gegebenen Freiheit: der Mensch ist nicht an seine Instinkte gebunden, er kann ihnen folgen, sie überwinden, oder aber seine Fähigkeiten, z.B. den Verstand, dazu verwenden seinen Trieben noch mehr zu dienen als das Tier (Beispiel: Tiere kennen keine Feinschmeckerei, kein Kino...).

Er wendet sich als Mensch gegen die natürliche Ordnung und fügt ihr eine neue, menschengegebene Ordnung, sogar eine ganze menschengeschaffene neue Welt, die Welt unserer Kultur und Technik hinzu. 
Hier scheiden sich nun die Geister: Eine Möglichkeit ist: man bereut diesen Schritt der Eigenmächtigkeit, weil er offensichtlich Leid mit sich bringt. Das Ziel ist dann die Auflösung des Ich, und eine Abkehr von irdischen Werten wie es in manchen esoterischen Wegen angestrebt wird, oder auch ein blosses rückwärtsgewandtes Streben zur Natur, evtl. verbunden mit einer gewissen Weltflucht.
Die andere Möglichkeit ist: Der Mensch kann für die Folgen seines Handelns die Verantwortung übernehmen und die ihm begegnenden Krankheiten und Hindernisse nicht als Strafe auffassen, die ihm sagt, er solle so etwas nie wieder tun, sondern als Lernauftrag, um es in Zukunft besser zu machen. Krankheitssymptome werden dann nicht einfach weggemacht, sondern bieten die Chance, neue Fähigkeiten zu entwickeln. Fähigkeiten, die dazu helfen können, die Welt menschlicher zu gestalten. Zerstörungspotential wird verwandelt in selbst verantwortetes schöpferische Vermögen.
Beispiel: Jemand leidet unter vielfachen Allergien und hat ausserdem einen zwanghaften Ordnungswahn, mit dem er sich und seinen Mitmenschen das Leben schwer macht. Das Ergebnis einer homöopathischen Behandlung kann dann sein: An die Stelle des Zwanges und der Überreaktion gegenüber körperfremden Stoffen tritt eine besondere Fähigkeit den Dingen jederzeit den ihnen zukommenden Platz einzuräumen.

Durch das Annehmen der Krankheit als etwas zu sich Gehörendes
kann der Mensch seine Symptome in Fähigkeiten verwandeln.
Dadurch fügt er seinem gegebenen Leib
aus eigenem Bemühen etwas Neues hinzu und erweitert seinen bewussten Handlungsspielraum.


Ich schliesse mich hiermit der Ansicht an von:
Samuel Hahnemann, dem Begründer der Homöopathie, Rudolf Steiner, dem Begründer der Anthroposophie und Karlfried Graf Dürckheim, dem Begründer der Initiatischen Therapie:


Heilung ist ein Akt der Menschwerdung.
Der Mensch kann nur durch sich selbst zum ganzen Menschen werden.

In diesem schöpferischen Prozess arbeiten Patient und Heilpraktiker zusammen.

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